Unser Leitbild

Die „Scheunenteam gGmbH“ ist ein gemeinnütziger freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Grimma OT Bröhsen. Die Organisation verfolgt den Ansatz, dass es für jede Klientin oder jeden Klienten das passende Unterstützungsangebot gibt, das durch individuelle Unterstützungsleistungen entwickelt werden kann. Die Herausforderung ist, bei einem selbstbestimmten Leben der Klienten, die bestmögliche Passung zwischen den Anlagen, den erlernten Fähigkeiten und der Umwelt der Klienten zu finden, damit sie ihr eigenständiges Handeln entdecken, entwickeln und festigen können. Die Passung beschreibt dabei die Übereinstimmung der Wahrnehmung des Menschen von sich selbst und der Welt, in der er sich befindet. Dieses Geschehen ist höchst komplex und immer systemisch zu betrachten.

Unsere Leitlinien sind:

  • Jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Wirklickeit (konstrukivistische Sicht).

  • Jeder Mensch hat das Recht auf eigene Entscheidungen und Handlungen (systemische Sichtweise).

  • Die Orientierung an der Lebenswelt der Klienten fördert passungsgerechte Handlungen.

  • Alles unterliegt einer Zirkularität. Geschehen der Vergangenheit haben Einfluss auf die Zukunft. Sichtweisen in der Zukunft haben Auswirkungen auf die Bewertung der Vergangenheit.

Alle Leistungsangebote haben diesen Grundannahmen Rechnung zu tragen.

Weiterhin ist die Gesellschaft demokratischen Werten verpflichtet und weltanschaulich unabhängig. Im Mittelpunkt unseres Handelns steht immer der Mensch als Individuum, dem wir in all unseren Beziehungen ein wertschätzender, offener und verbindlicher Partner sein wollen.

Unser pädagogischer Auftrag ist es, Prozesse in Kommunikation, Handeln und Erfahrung anzustoßen. Die Klienten werden dazu befähigt, ihre Selbststeuerungsfähigkeiten zu entwickeln, zu stärken und ihnen ihre Ressourcen nutzbar zu machen, sodass sie ihre Entwicklungsaufgaben lösen lebenslang. Die Schwerpunkte liegen hier bei der Integration und Bewältigung.

Die Grundsätze für das pädagogische Handeln sind:

  • Der Klient ist der Experte für sein eigenes Leben und Handeln.

  • Die Aufgabe der Pädagogen ist es, dass die Klienten ihre eigenen Handlungsspielräume entdecken und zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen können.

  • Fachkräfte handeln mit Respekt und Wertschätzung den Klienten gegenüber. Es wird unterstellt, dass die Klienten gute Gründe für ihre Handlungen haben, auch wenn sie sich Externen nicht immer gleich erschließen.

  • Die Ressourcen der Klienten sind Schätze, die es zu heben gilt oder nutzbar zu machen, den sie sind bei allen vorhanden.

  • Der pädagogische Blick wird nicht zwingend auf die Ursachenforschung des Problemverhaltens gelegt, sondern als lösungsorientierter Blick in die Zukunft gerichtet, um Veränderung und Kreativität bei der Lösungssuche zu fördern.

  • Offenheit und Neugier sind Kernkompetenzen, um eine gute Beziehung zu den Klienten zu gestalten. Humor und Empathie können eine große Anschlussfähigkeit an der Lebenswelt der Klienten erzeugen.

  • Die pädagogische Arbeit leitet sich von systemischen und lerntherapeutischen Erkenntnissen ab.

Der Individualität der Klienten begegnen wir mit individuellen, kreativen und flexiblen Angeboten. Bedarfsorientiert bedienen wir uns einer Vielzahl integrativer lerntherapeutischer und systemischer Methoden.

Kernelement, zur Erreichung der beschriebenen Ziele, ist die Beteiligung der Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung in ihren Unterstützungsangeboten.

Durch aktive Teilhabe und die Transparenz von Handlungen, kann Vertrauen und eine stabile Beziehung vermittelt werden, die entscheidend ist für die positive Bestärkung der Handlungen der Klienten. Hohe Standards in der Ausbildung und Qualifikation unserer Mitarbeiter, regelmäßige Weiterbildung, innerhalb und außerhalb des Unternehmens, sowie Gruppen- und Einzelsupervision unterstützen uns bei der täglichen Arbeit.

Wir leben unser Menschenbild sowohl in der Zusammenarbeit mit unseren Klienten, als auch unseren Mitarbeitern und all ihren besonderen Bedürfnissen. Der Träger bietet ihnen die Möglichkeit, eine für sie größtmögliche Passung zu erreichen, sodass beide Seiten von einer Zusammenarbeit proftieren.

Alle Mitarbeitenden handeln nach den Konzepten zur Beteiligung und Beschwerde, dem Schutzkonzept sowie den beachten die Anforderungen zum Kinder- und Jugendschutz und dem Umgang mit kindeswohlgefährdenden Verhalten.

Unser Verhaltenskodex:

  • Wir haben das Wohl aller Beteiligten im Blick.
  • Wir heißen jeden Willkommen – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht oder Glauben.
  • Unsere Arbeit mit den Klienten und innerhalb des Teams ist von Respekt, Wertschätzung, Vertrauen, Vielfältigkeit und Solidarität geprägt. Wir achten die Persönlichkeit und Würde jedes Menschen. Uns sind ein vertrauensvolles Klima und ein Miteinander auf Augenhöhe wichtig.
  • Wir fördern ein gesundes Selbstbewusstsein und die Fähigkeit zur Selbstbestimmung.
  • Wir schützen die Kinder und Jugendlichen, die wir begleiten, vor körperlichem und seelischem Schaden, vor Missbrauch und Gewalt. Dabei verzichten wir vollständig auf abwertendes und diskriminierendes Verhalten und tragen Sorge dafür, dass sich keiner so verhält.
  • Wir beziehen gegen sexistisches, diskriminierendes, rassistisches und gewalttätiges – verbales oder nonverbales – Verhalten Stellung und wir benennen und thematisieren abwertendes Verhalten. In unserer Rolle als Mitarbeitende der Kinder- und Jugendarbeit haben wir eine besondere Vertrauens- und Autoritätsstellung. Wir nutzen keine Abhängigkeiten aus.
  • Wir gehen achtsam und verantwortungsbewusst mit Nähe und Distanz um. Wir respektieren individuelle Grenzen der Kinder und Jugendlichen vollständig.
  • Jede Art der Gewaltausübung und sexuelle Kontakte zu Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind verboten. Jede sexuelle Handlung mit Schutzbefohlenen zieht entsprechend disziplinarische und gegebenenfalls strafrechtliche Folgen nach sich.
  • Im Konfliktfall ziehen wir fachliche Unterstützung und Hilfe hinzu und informieren die Geschäftsführung. Dabei steht der Schutz der Kinder und Jugendlichen an erster Stelle.
  • Wir entwickeln unsere Konzepte stetig weiter, schaffen belastbare Strukturen und erarbeiten klare Positionen, damit in unserer Arbeit keine Grenzverletzungen, kein sexueller Missbrauch, keine Vernachlässigung sowie keine körperliche und/oder psychische Gewalt möglich werden.